Security to go

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Die Stabsstelle Informationssicherheit und Datenschutz möchte allen Angehörigen der Universität Bonn in regelmäßigen Abständen kurze Einblicke in die Welt der IT- und Datensicherheit geben. Damit möchten wir auf Gefahren und Entwicklungen hinweisen, für Achtsamkeit im Umgang mit Cyber-Bedrohungen sensibilisieren und Ihnen einfache Maßnahmen an die Hand geben. 

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Juni 2026 - Mehr als nur ein Passwort: Wieso Multi-Faktor-Authentifizierung wichtig ist

Als das digital am häufigsten angegriffene Land der EU ist Deutschland durchgehend Gefahren von innen und außen ausgesetzt. Gerade Universitäten, mit ihren umfangreichen Daten über Studierende, interessanten Forschungsgebieten und ihren Verbindungen in die Wirtschaft sind ein lohnendes Ziel solcher Angriffe. Gern genutzte Angriffspunkte sind hier die Accounts von Mitarbeitenden und Studierenden, um Daten abzugreifen oder weitere Attacken auszuführen.

Denn fast alles, was wir digital tun – von E-Mails schreiben bis zur Arbeit an Systemen – beginnt heute mit einem Login in einen Account, meist mit einem Nutzernamen und einem Passwort. Das Problem? Sobald jemand anderes diese Kombination kennt (z.B. durch Phishing, Datenlecks oder durch Ausprobieren), kann diese andere Person sich genauso wie Sie selbst in die Accounts einloggen und erhält damit Zugriff auf alle dort gespeicherten Daten und kann diese in Ihrem Namen einsehen, verändern, oder löschen. Dies entspricht der Übernahme Ihrer digitalen Identität.

Was können wir also machen, um unsere Accounts besser zu schützen? 
Die sogenannte Multi-Faktor-Authentifizierung (je nach Webseite auch als "MFA", "2FA", "Strong Authentication", oder "mehrstufige Anmeldung" bekannt), sichert Ihren Account mit einem weiteren Faktor ab - meist entsteht hieraus beim Einloggen eine Kombination aus 

  • etwas, das man „weiß“ (ein geistiger Faktor, z. B. ein Passwort, eine PIN)
  • etwas, das man „besitzt“ (ein physischer Faktor; z. B. Smartphone, USB-Stick, EC-Karte)
  • etwas, das man „ist“ (biometrischer Faktor z. B. Fingerabdruck, Gesichtsform).

Sie benötigen beim Einloggen dann zwar mehr als Ihren Nutzernamen und Ihr Passwort - aber auch ein Angreifer müsste zum Einloggen Zugriff auf den zweiten Faktor haben, was in der Regel nicht der Fall ist.

Das Konzept ist Ihnen bereits von Geldautomaten bekannt. Dort nutzen Sie, wie selbstverständlich, Ihre Karte (Besitz) zusammen mit Ihrer PIN (Wissen) um Geld abheben zu können.

Eine bildliche Erklärung, warum ein zweiter Faktor schützt, liefert dieser Vogel (externer Link).

Umsetzung an der Uni

Auch die Universität Bonn setzt auf MFA. In einem Einführungsprojekt wurden alle Mitarbeitenden mit einem physischen Faktor (Yubikey), also etwas, das Sie "besitzen", ausgestattet. Diese Lösung kann Angriffe von Dritten in vielen Fälle abwehren und erschwert einen Angriff auf Ihr Benutzerkonto erheblich.

Die Sicherung über einen zweiten Faktor stellt einen kaum merklichen Mehraufwand dar und bietet im Gegenzug eine stark erhöhte Sicherheit für Ihre Zugänge sowie die IT- und Datensicherheit an der gesamten Universität.

Tipps für Fortgeschrittene: 

  • Insbesondere Ihr E-Mail-Account sollte besonders gut abgesichert sein, da man über die E-Mail oft seine Passwörter (und manchmal sogar seinen zweiten Faktor) zurücksetzen kann.
  • Überlegen Sie sich, welche Ihrer Accounts besonders wichtige Daten enthalten oder welche Accounts für Sie von Bedeutung sind. Nehmen Sie sich nun jeden Tag einen dieser Accounts vor und sichern ihn zusätzlich ab.
  • Viele Webseiten versuchen sicherzustellen, dass Sie auch weiterhin Zugriff auf Ihren Account bekommen, selbst wenn Sie Ihren zweiten Faktor verlieren sollten, beispielsweise durch Backupcodes. Werden Ihnen diese angeboten, sollten Sie sie an einem sicheren Ort hinterlegen, z.B. digital in Passwortmanagern (z.B. KeePassXC) oder physisch in einem abgeschlossenen Schrank oder Bankschließfach.

Mehr Informationen zu MFA:

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